SiliermöglichkeitenIm Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten Biertreber möglichst schonend zu Lagern, sodass Fehlgärung und Schimmelbildung vermieden werden
Alle diese Silierungsarten haben gemeinsam, dass der Biertreber vor der Verwendung 14 Tage lang silieren muss um eine optimale Haltbarkeit zu garantieren. FreisilierungDiese Art der Biertrebersilierung hat den Vorteil, dass die Anschnittsfläche im Gegensatz zu Rundsilos klein gehalten werden kann. Nach dieser Art gelagerter Biertreber ist laut Versuchsreihen bis zu einem Jahr ohne Qualitätsverlust haltbar. Und das gänzlich ohne Siliermittel. Bei der Freisilierung wird der Biertreber in ca. 2,5 m breiten und je nach vorhandener Trebermenge unterschiedlich langen Hügeln aufgeschüttet. Hierbei ist zu beachten, dass der Untergrund zuvor gereinigt werden sollte (Wiesen zuvor abmähen). Außerdem sollte der verwendete Boden wasserdurchlässig sein. So sind z.b Wiesen-, Erd- oder Ziegelböden sehr gut geeignet, währenddessen Asphalt-, Kunststoff- oder Betonböden nur bedingt geeignet sind. Die Entnahme erfolgt nun von einem Ende aus, indem die Folie ein Stück zurückgerollt und die benötigte Menge senkrecht abgestochen
SchlauchsilierungHier wird der Biertreber vom Pumpenwagen direkt in einen Silofolienschlauch gepresst und gleichzeitig mit Milchsäurebakterien vermengt. Bei einer Trebermenge von ca. 15 Tonnen und einem Schlauchdurchmesser von 2 m wird der gefüllte Schlauch ca. 12 m lang. Die Vorteile dieser Lagertechnik bestehen darin, dass auf Untergründen, auf denen eine Freisilierung nicht möglich ist, nun eine Schlauchsilierung funktioniert. Des Weiteren gibt es bei dieser Silierart keine Rand- und Oberflächenverluste. Außerdem stellt die Schlauchsilierung eine preiswerte Möglichkeit der sicheren und sauberen Futterkonservierung dar.
SilosilierungBiertreber können auch in Rund- oder Vorsilos gelagert werden. Das Wichtigste ist hierbei, dass für einen guten Wasserabfluss gesorgt wird. Es hat sich gezeigt, dass bei Silos mit großen Durchmessern ein zweiter Boden aus Brettern bzw. Holzstaffeln ratsam ist, da hier die Flüssigkeit besser absickern kann. Damit eine optimale Silierung garantiert wird ist darauf zu achten, dass der Silo nach der Einlagerung des Biertrebers luftdicht verschlossen wird und der Treber vor der ersten Fütterung 14 Tage silieren kann. Bei der Entnahme von Biertreber zur Fütterung sollte immer gleichmäßig von der Oberfläche abgetragen werden (also keine Löcher graben).
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